Wie wir die Welt sehen

Jeder Mensch hat sogenannte „blinde Flecken“. Sie entstehen durch Erfahrungen, die Menschen im Laufe ihres Lebens gemacht haben.

Diese Erfahrungen basieren auf mentalen Strukturen, um Übersicht und Sinnhaftigkeit zu schaffen. Darin enthalten ist auch das Selbstverständnis als Person und die Weltsicht. Jede Lebensgeschichte hinterlässt Glaubenssätze - inneren Regeln die uns helfen sollen, die Welt zu ordnen : „So funktioniert die Welt – und so funktioniere ich.“ Die meisten davon sind so selbstverständlich und unbewusst geworden, damit Teil des Alltäglichen, das als „normal und eindeutig“ betrachtet wird.

Bestätigungskreislauf

Neue Informationen werden passend zu bestehenden Überzeugungen ausgewählt; alles andere wird ausgeblendet. Neue Informationen werden damit selektiv ausgewählt, um bestehende Sichtweisen zu stützen. Ergebnis: ein enger Blickwinkel, der Möglichkeiten und Alternativen außerhalb der gewohnten Landkarte nicht erkennen lässt. Der Kreis schließt sich: Alte Muster erzeugen alte Ergebnisse, die wiederum die ursprüngliche Annahme stützen.

Schwellensituation als Katalysator für Reflexion

Erst wenn innerer oder äußerer Druck entsteht, öffnet sich häufig ein Zeitfenster, in dem alte Muster hinterfragbar werden (wollen), rückt das bisher Unhinterfragte ins Bewusstsein. Geht es darum, etwas ändern zu wollen und/oder zu müssen – kurzum man befindet sich in „Schwellensituationen“. Es zeigt sich, dass alte Karten neues Gelände nicht mehr abbilden.

Genau in dieser Übergangsphase beginnt oft systemisches Coaching: Es nutzt die Drucksituation nicht zur Kritik, sondern als Startpunkt für eine Perspektivwechsel.

Wir als Coaches bieten die Möglichkeit, den Blickwinkel zu wechseln und Dinge von einer anderen Seite aus zu betrachten. Dies kann dazu beitragen, alte Ansichten und Einstellungen anders wahrzunehmen und so neue Wege, Lösungen und Optionen zu finden.

So wie Albert Einstein einst sagte:
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

Suche nach „menschlichen Fehlern“?

Daher sehen wir es als sinnlos an, nach Fehlern zu suchen und diese zu korrigieren. Wir Menschen treffen auf Basis dessen, was uns zur Verfügung steht, eine Entscheidung, die uns am sinnvollsten erscheint. Diese Entscheidungen und Verhaltensweisen entsprechen möglicherweise nicht den „Normanforderungen“ der jeweiligen Umwelt, des jeweiligen Systems. Aber handelt es sich deshalb um „Fehler“ der Person – wohlgemerkt aus Sicht der jeweiligen Systemmodule?

Als systemische Coaches glaube wir daran, dass die Fokussierung auf Fehlererkennung und -analyse nicht zu nützlichen Alternativen und Lösungen führt, sondern eher die bestehenden Einschränkungen verschärft und damit den "stuck-state" (einen Zustand, in dem kein Fortschritt möglich ist) verstärkt.

Stattdessen setzen wir auf einen lösungsorientierten Ansatz, indem wir die Ressourcen und Fähigkeiten des Klienten stärken und ihm helfen, seine Perspektive zu erweitern, um neue Möglichkeiten zu entdecken.

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Bereit für den nächsten Schritt?

Ein unverbindliches Erstgespräch bietet die Möglichkeit, uns erst einmal kennenzulernen.
Ganz entspannt. Ganz persönlich. Ganz individuell.

Wichtiger Hinweis:
Wenn es „einem/der Klient“ etc. heißt, so dient dies der besseren Lesbarkeit und umfasst damit selbstverständlich auch weibliche und diverse Klienten.

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