Warum "Coaching"?
Warum haben wir uns für den systemischen Ansatz als Grundlage unseres Coachings entschieden? Weil dies einen anderen Ansatz und damit andere Möglichkeiten bietet, als lediglich eine „Beratung“ des Klienten.
Warum haben wir uns für den systemischen Ansatz als Grundlage unseres Coachings entschieden? Weil dies einen anderen Ansatz und damit andere Möglichkeiten bietet, als lediglich eine „Beratung“ des Klienten.
Aus eigener beruflicher Erfahrung haben wir erfahren, dass manche klassische Berater glauben, dass sie aus eine – ihrer - externen Perspektive eine von ihnen losgelöste „Klienten Realität“ betrachten, analysieren und „quasi“ behandeln können. In der traditionellen Beratung steht damit oft eine bewertende Haltung im Vordergrund: Der Berater positioniert sich dabei aktiv als „Außenstehender“ und orientiert sich an dem, was seiner Meinung nach sein sollte. Er bestimmt aus seiner Perspektive Verhaltensänderungen des Klienten, der als „Problembesitzer“ wahrgenommen wird.
Der Fokus liegt dabei oft auf Defiziten: der Klient ist dabei oft mit Schwächen, Unzulänglichkeiten und manchmal sogar mit Vorwürfen konfrontiert. Der Berater nimmt nicht nur wahr, sondern beurteilt dabei auch nach "richtig oder falsch" - wohlgemerkt auf Grundlage seiner eigenen Landkarte und konstruierten Wirklichkeit - oder auf eine andere Weise als "gut oder schlecht", bzw. „nicht empfehlenswert“.
In diesem Kontext wird davon ausgegangen, dass Probleme eindeutige Ursachen haben und dass die Lösung dieser Probleme durch die Beseitigung dieser „festgestellten“ Ursachen erreicht werden könne.
Die Konsequenz dessen ist, dass - auf Grundlage dieses Denkmusters - die Berater entsprechend versuchen, Probleme durch die Identifizierung und Beseitigung von Ursachen zu lösen ,"Das sollten Sie anders machen" anstatt die Probleme in ihrem Kontext zu betrachten und Lösungen zu finden, die die Dynamik von Beziehungen und Systemen berücksichtigen.
Warum manche Menschen zunächst Bewertungen suchen
Manche Klienten treffen auf das Coaching mit einer klaren Erwartung: „Sag mir, was richtig und was falsch ist.“ „Was soll ich jetzt konkret tun?“
Viele Menschen sind Jahrzehnte durch ihre Lebenserfahrung geprägt von:
Das Denken in Gut/Böse, Stark/Schwach, Erfolg/Versagen erscheint vertraut und sicher. Diese Polarität bietet scheinbare Einfachheit und ist verständlich: In komplexen Lebenssituationen scheint eine klare Außenbewertung zunächst entlastend und orientierungsgebend.
Letztlich entlastet sie scheinbar kurzfristig, verengt jedoch langfristig.
Und da viele sehr fest in der Bewertung von Gut und Schlecht und Stärken und Schwächen verwurzelt sind, wissen im ersten Moment häufig nicht so recht, was sie mit dem systemischen Ansatz anfangen sollen.
Dabei überfordert die Klienten nach unseren Erfahrungen zunächst die Grundannahme, das im Rahmen ihres Coaching Prozesses die Sichtweise vorherrscht, dass alles miteinander in Verbindung steht und dass Veränderungen in einem Bereich Auswirkungen auf andere Bereiche haben können. Das zunächst als „komplex“ empfundene Problem erscheint noch komplexer, da damit aus deren Sicht noch deutlich mehr Systemmodule in Betrachtung gezogen werden müssen.
Und ja: der systemische Ansatz kann anfangs komplex wirken, weil er mehr Zusammenhänge betrachtet. Das ist völlig normal – und genau hier liegt die Stärke: Wir schaffen Raum für neue Perspektiven und nachhaltige Lösungen.
Unser systemischer Ansatz erkennt: Alles ist miteinander verbunden. Verhalten ist kein "Defizit", sondern Ausdruck des sozialen Umfelds
Insofern ist es uns wichtig, den Klienten zu vermitteln, dass deren menschliches Verhalten nicht als ein „Defizit“ oder "Problem" angesehen wird, welches sie als Person „haben“, sondern dies ein Ausdruck des sozialen (Um-) Feldes ist.
Anstelle der Frage: „Wer hat das Problem, seit wann und warum?“ können wir uns gemeinsam auf andere Art von Fragestellungen konzentrieren, zum Beispiel: „Wer gehört dazu, wenn etwas zu einem Problem wird?“, „Wer interpretiert dies als Problem so?“
Statt endlos zu analysieren, konzentrieren wir uns auf praktikable Lösungen mit vorhandenen Ressourcen.
Statt externer Abhängigkeit entsteht innere Klarheit und selbstbestimmte Handlungsfähigkeit.
Ein systemischer Ansatz beim Coaching, der die Dynamik von Beziehungen und Systemen berücksichtigt und auf Lösungen fokussiert ist, wird insoweit in solchen Fällen aus unserer Erfahrung eine bessere Alternative sein.
Ein unverbindliches Erstgespräch bietet die Möglichkeit, uns erst einmal kennenzulernen.
Ganz entspannt. Ganz persönlich. Ganz individuell.
Wichtiger Hinweis:
Wenn es „einem/der Klient“ etc. heißt, so dient dies der besseren Lesbarkeit und umfasst damit selbstverständlich auch weibliche und diverse Klienten.